Seth. Als die Sterne fielen – Christine Millman

Seth1In letzter Zeit hat mich immer mal wieder das impress-Fieber gepackt: Eigentlich bin ich mir noch nicht so sicher, ob ich es toll finde, dass diese Bücher die Möglichkeit bekommen, gelesen zu werden, oder ich es schade finde, dass sie eben nur als ebook erscheinen – Fakt ist aber, einige von ihnen konnten mich wirklich begeistern! Hier ist meine Rezension zu „Seth. Als die Sterne fielen“ von Christine Millman.

Seth ist ein Asteroid, der bald auf die Erde treffen wird. Mariam und ihre Familie sollen vor der Katastrophe geschützt werden – Chris und seine Familie aber nicht. Eigentlich hat Marian nicht vor, sich jetzt noch zu verlieben, sie hat eigentlich nur vor, in der unterirdischen Biosphäre irgendwie zu überleben – aber dann kommt alles anders als gedacht.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich den Titel toll fand: Nach vielen viel zu kitschigen Liebesromanen habe ich mich richtig gefreut, dass „Seth“ der Name des Astroiden und nicht eines Jungen ist, und auch den Untertitel fand ich spannend. Die Idee selbst konnte mich ebenso überzeugen: Während die Regierung geheim halten möchte, was auf der Erde passieren wird, werden einige Menschen in Positionen oder mit Berufen, die der zukünftigen Gesellschaft nützlich sein werden, darunter auch Mariams Eltern, die beide Ärzte sind, in unterirdische Biosphären gebracht, die ihnen das Überleben ermöglichen sollen. Auch wenn der Roman damit eine Endzeitvision darstellt, erschien er mir an keiner einzigen Stelle realitätsfern – es ist mit Sicherheit einer der realitätsnähsten Endzeitvisionen, die ich je gelesen habe. Einige Aspekte, darunter der Kyroschlaf, in den die Menschen in den Biosphären während der ersten Zeit versetzt werden sollen, enthalten zwar Fantasy, machen den Roman aber bei weitem nicht unrealistischer, sondern eher interessanter. Toll gewählt ist auch der Einstieg: Der Roman beginnt mit der Nachricht, dass Seth gesichtet wurde, und damit ist der Leser mitten drin in der Handlung und in der Action. Mariam selbst kann am Anfang nicht direkt überzeugen: Sie ist ehrgeizig und manchmal nahezu verbissen, ihr Draht zu ihrer Großmutter macht sie dennoch sympathisch. Interessant wird es, wenn ihre Eltern ihr erzählen, woran ihr Vater seit längerem arbeitet – nämlich an der Biosphäre. Auf einmal sieht sie den Wunsch zu überleben so kleinen Sorgen wie ihrem Abitur gegenübergestellt.

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Der Roman ist überaus spannend – und das über seine gesamte Länge. Eine interessante Idee, nette Charaktere und ein spannender Erzählstil: Für mich bis jetzt der beste impress-Titel, den ich je gelesen habe!

Kennst du den Roman bereits? Welche impress-Titel haben dir gut gefallen?

P.S.: „Yoga“ und „Girl on the Train

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Eine Antwort zu “Seth. Als die Sterne fielen – Christine Millman

  1. Toll, auf jeden Fall toll. Ich finde, das Toll überwiegt über das Schade bei weitem. Außerdem ist Seth ja auch so ein Buch, dass gedruckt wurde. =)
    Bei dem Kyroschlaf musste ich sofort an die Godspeed-Trilogie denken. Findest du, dass das ein Fantasyelement ist? Ich finde es gar nicht mal so unwahrscheinlich, zumindest bei Godspeed kam es mir nicht so vor. Vielleicht fällt das bei mir auch in die gleiche Kategorie wie Beamen, aber ich finde auch eher, dass das ein ziemlich interessanter Aspekt ist. Deine Rezension macht mich jedenfalls total neugierig.
    Meine ewige Predigt zum Thema impress-Lieblinge erspare ich dir an dieser Stelle, ja? xD Ich glaube, du hast inzwischen vielleicht, ganz vielleicht, mitbekommen, welche Titel ich mag.

    LG,
    Julia

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