Girl Online – Zoe Sugg

Girl1Diskussionen über diesen Roman gab es in den vergangenen Wochen viele: Nachdem das Gerücht die Runde machte, dass Zoe Sugg eine Ghostwriterin für ihr erstes Romanprojekt nutzte, verschwand sie für einige Tage aus dem Internet. Als Autorin muss ich gestehen, dass es mir das Gefühl gibt, dass die Arbeit der eigentlichen Autorin nicht ausreichend wertgeschätzt wird, wenn sie verschwiegen wird; außerdem finde ich es schade, dass gerade bei einem Youtube-Star, der jahrelang seine Fans durch seine Authentizität überzeugen konnte, dies aufgedeckt wird. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir uns deshalb nicht von dem Roman abzuwenden brauchen: Ich war auf der Suche nach einem neuen, gut gelauntem und fröhlichem Young Adult-Roman, als ich auf „Girl Online“ gestoßen bin – hier meine Rezension!

Lately, everyone’s been talking about this novel: After there was a rumour that Zoe Sugg used a ghostwriter for her very first novel, the Youtube-starlet disappeared from the internet for a couple of days. As a author, I have to say that I have the impression that the author’s work is not acknowledged if the reader doesn’t know who wrote the novel. Also, I think it’s weird that a Youtube-star of all people is involved in such a scandal, because after all Zoella became as famous as she is by seeming 100-perfect genuine to her readers. Still I believe that this is not a reason to put her novel away: When I found it, I was looking for a new and happy Young Adult-novel and here is my review for you!

Girl2Penny ist Bloggerin: Nur auf ihrem Blog vertraut sie der Öffentlichkeit die Probleme und Gedanken an, die sie täglich beschäftigen, und nur ihr bester Freund weiß, dass sie die anonyme Bloggerin hinter „Girl Online“ ist. Dann aber geht alles ganz schnell: Die Reise nach New York, der geheimnisvolle Noah und die Schmetterlinge in Pennys Bauch. Ausgerechnet als sie sich zum ersten Mal verliebt, droht jedoch ihre Tarnung aufzufliegen – und damit mehr zu zerstören als nur ihren Blog.

Der Roman beginnt mit einem Auszug aus Pennys Blog: Die Idee, einen Blog mit typischen Teenagerideen zu füllen, fand ich zuerst relativ alltäglich, da die Anzahl dieser Blogs relativ hoch ist – auf der anderen Seite fand ich es aber auch passend, wie die Autorin sich damit an den typischen Teenagerleser wendet. Überzeugen konnten mich die ersten Seiten nicht, dafür konnten es die folgenden: Blogbeiträge, SMS und mehr gestalten den Roman sowohl kurzweilig als auch super interessant. Wenn Penny an den Proben für „Romeo und Julia“ arbeitet, musste ich schlucken – dieses Stück musste auch ich einmal vorführen ;). Penny selbst fand ich nicht von Anfang an sympathisch: Sämtliche Charaktere außer ihr sind außergewöhnlich extravagant bis unrealistisch gestaltet und Penny wirkt eher wie die graue Maus zwischen ihnen. Die einsetzenden Panikattacken hatte ich gewartet, war mir Zoellas Video über ihre eigene Erfahrung mit Panikattacken bekannt – für mich kam es deshalb zu wenig überraschend und für Pennys Problem war zu schnell ein Name und eine Lösung gefunden. Obwohl ich damit dem Plot nicht die volle Punktzahl geben würde, muss ich sagen, dass dieser Roman mich außergewöhnlich oft zum Lachen bringen konnte: Zum einen enthält er tatsächlich jede Menge Witze und lustige Sprüche, die ich mir beim Lesen direkt markieren musste. Hatte ich mich einmal eingelesen, fand ich zum anderen die verrückten Charaktere und die witzigen Twists im Plot wirklich toll! Erinnert hat mich der Roman sehr an Kerstin Giers „Silber“, da auch da die Charaktere so schön eigen und außergewöhnlich gehalten sind, jedoch ist Giers Schreibstil dabei bedeutend warmherziger und liebevoller, während „Girl Online“ eher witzig aber z.T. auch oberflächlich gehalten ist. Die Romanze zwischen Penny und Noah fand ich von Anfang zuckersüß – nicht ganz realistisch, aber ein richtiger Mädchen-Traum eben, den man doch gerne liest. Über den abschließenden Konflikt möchte ich nur so viel verraten: Der Roman zeigt, wie gefährlich das Internet werden kann. Ein wenig Kitsch durfte hier jedoch auch nicht fehlen, sodass die zuckersüße Liebesgeschichte auch noch ein zuckersüßes Ende bekommt.

Nicht immer war ich damit überzeugt von dem Roman – immer habe ich jedoch viel gelacht! Es ist die Art von Buch, die man gerne liest, nicht weil sie Tiefgang hat, sondern einzig und allein weil sie wirklich, wirklich Spaß macht!

Bedanken möchte ich mich bei cbj-Verlag für das tolle Rezensionsexemplar. Hier kannst du es selbst bestellen!

Hast du Zoellas Roman schon gelesen? Und welchen Youtubern folgst du?

P.S.: Hier geht es weiter mit meinen Rezension zu „Grün kochen? (Öko-) Logisch!“ und „To kill a mockingbird„!

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Penny’s a blogger: She only reveals her problems to the public by blogging them and only her best friend knows that she is the author behind the blog “Girl Online”. But then there’s a trip to New York and there’s a mysterious but handsome guy called Noah. Just when Penny falls in love for the first time, her camouflage is revealed, but now it might destroy more than only her blog.

The novel starts with an extract from Penny’s blog: The idea to fill a blog with typical teenager problems seemed not-so-creative to me, still it may appeal to many young readers. I didn’t really get into the book until Penny begins working on rehearsals for “Romeo and Juliet” and more characters from the novel are revealed: To be honest, I didn’t like Penny right away. Everyone except here seems to be extraordinarily extravagant and fancy and to some extent unrealistic, so that between those colorful characters, Penny seemed like a mouse to me. When she was faced with panic attacks, the plot twist couldn’t quite surprise me as I knew that Zoella had had to deal with them as well. Even though that way the plot couldn’t quite convince me, I have to say that the novel managed to make me laugh a whole lot of times! On the one hand, it is filled with jokes of all kind, and on the other hand, I sooner or later fell in love with the crazy characters and the funny plot twists. I was often reminded of Kerstin Gier’s “Silber”, because Gier’s characters are similarly crazy and fancy. While Gier’s writing style is very much warm-hearted though, “Girl Online” is more fun. I don’t want to reveal too much about the final conflict, but I have to say that the novel does show how dangerous the internet can become – still the love story gets to have a proper and super cute ending!

“Girl Online” couldn’t always convince me – but it always made me laugh! It’s the kind of novel you enjoy reading, not because it’s intelligent or smart, but because it’s super fun!

Thanks to cbj-Verlag for my reviewer’s copy. You can order the German version right here!

Have you already read Zoella’s novel? And who do you follow on Youtube?

P.S.: Foodblogger Lisa Casali’s latest book and “To kill a mockingbird”!

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6 Antworten zu “Girl Online – Zoe Sugg

  1. Ich habe Girl Online vor einiger Zeit auch gelesen und es hat mir gur gefallen, genau wie du geschrieben hast, weil es einfach lustig und unterhaltsam ist und nicht so etwas ernstes. Natürlich ist die gesamte Geschichte ein großer Zufall, aber für Mädchen ja doch auch irgendwie wie ein Traum. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der ja im Oktober rauskommen soll 🙂

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  5. Eine schöne Rezension. Girl Online hat es sich bisher auf meinem Merkzettel bequem gemacht, aber ich lese immer wieder gerne etwas, bei dem ich so richtig schön lachen kann. Ich denke, ich werde mir das Buch bald mal etwas näher anschauen. =)
    Youtubern folge ich tatsächlich nicht sehr vielen. Einigen Buchbloggern, ein paar Musikkanäle sind auch dabei, aber ansonsten suche ich dort eigentlich immer spezifisch nach Videos. 😉

    • Hallo Julia,

      bei mir war es auch schon gefühlte Ewigkeiten auf meinem Wunschzettel – und ich hab’s nicht bereut 😉

      Liebe Grüße,
      Marie

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