What About Prologue And Epilogue

wpid-wp-1423394900004.jpegKnapp zwei Seiten, ein bisschen Spannung, ein bisschen Action, ein offenes Ende und dann erst beginnt der eigentliche Roman. Als ich Magisterium las, wusste ich einfach nicht, was ich von dem Prolog halten sollte. Als ich Alexa Colettas Post „Schreiben ist manchmal wie erwachsen werden“ las, fühlte ich mich bestätigt. Ich liebe es, wenn ein Roman mit einem prägendem Ereignis beginnt. Ich liebe es, direkt mitten in die Handlung geworfen zu werden. Und ich mag es nicht, wenn ein so kurzer Prolog kaum eine Überleitung zu dem ersten Kapitel hat. Warum? Das weiß ich selbst nicht so genau. Was soll ich mit diesem Anfang, der gar nicht zur Mitte passt? Kein Charakter, den ich gerne mochte, kein Hinweis, der mich direkt ansprach. Auf den ersten Seiten wurde mir Callum schnell sympathisch, nur der Prolog hielt mich davon ab, direkt begeistert von dem Roman zu sein. Und selbst? Ich kann mich nur an ein Manuskript erinnern, in dem ich ein Prolog geschrieben habe. Dieser war ungefähr so lang wie das erste Kapitel, also nicht einmal zwingend ein Prolog. Aber gibt es nicht auch schöne Prologe? Bestimmt. Nur fällt mir spontan keiner ein. Generell ist es doch eine schöne Idee, mit dem Prolog in die Vergangenheit zurückzugreifen. Solange sich die Erzählperspektive dabei nicht ändert. Solange damit nicht die Antwort auf das Rätsel des Romans vorweggenommen wird.

Dafür bin ich so jemand, der nicht loslassen kann. Dem Charaktere ans Herzen wachsen. Der erst wieder heruntergekommen muss, nachdem die Spannung ihren Hochpunkt erreicht hat. Der offene Enden nur mag, wenn sie ganz besonders schön geschrieben sind. Der eigentlich gerne weiß, dass wieder Alltag einkehren wird. Der erfahren möchte, wie es ausgeht. Und eben dafür liebe ich Epiloge. Sie müssen gar nicht als Epilog gekennzeichnet sein, ein kurzes, letztes Kapitel reicht mir schon. Ich mag Bücher nicht, die kurz nach dem Spannungshochpunkt enden. Bei dem Epilog kann ich mir denken, dass ich ihn nicht zwingend lesen muss. Ich kann den Roman für mich mit einem offenem Ende stehen lassen. Oder ich kann erfahren, wie es mit den Charakteren weitergeht. Und ich mag diese Kürze. Ich finde es spannend, wie Autoren es schaffen, etwas so Bedeutsames wie den letztendlichen Ausgang der Geschichte auf so wenige Seiten zu packen. Das ist für mich ein Grund, warum ich es liebe zu schreiben. Ein Grund, warum Schreiben eine Kunst ist.

wpid-wp-1423394895977.jpegAbout two pages, a bit of tension, a bit of action, an open ending and that is when the actual novel start. When I was reading Magisterium, I did not know what to make of the end. When I read Alexa Coletta’s post, I felt like I was not the only one. I love novels that start with something significant. I love begin tossed right into the middle of the action. And I do not like prologues that are barely linked to the first chapter. Why? I do not even know for sure. What should I do with a beginning that does not fit to the middle part? No character I may like, no hint that catches may attention. On the first few pages, I found Callum pretty nice, only the prologue prevented me from falling in love with the novel. And my own manuscripts? I only remember writing one draft that included a prologue. It was about as long as the first chapter, not even a real prologue. But do not beautiful prologues exist as well? Sure. But I cannot think of one right now. Generally, it is a nice idea to include a flashback as a prologue. As long as it does not have a different narrator. As long as it does not reveal the answer to the novel’s big riddle.

Therefore, I am the kind of reader who does not want to let go. I fall in love with characters. I need to calm down after tension has reached its climax. I only like open endings if they are especially beautifully written. I am the kind of reader who wants to know that the characters go back to their everyday lives. Who wants to know what will happen eventually. And that is why I love reading the epilogue. They do not even need to be called epilogue. A short, last chapter is fine, too. I do not like novels that end right after the tension’s climax. When there is an epilogue, I imagine I do not have to read it. I can leave the novel with an open ending. Or I can find out what  the characters do in the end. And I like how short they are. I find it exciting to see how the authors manage to put something as significant as the actual ending of the story into so few pages. That is a reason why I love to write. That is why writing is art to me.

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8 Antworten zu “What About Prologue And Epilogue

  1. Pingback: Learning from: Kafka & Gillian Flynn | Zeilentanz·

  2. Ohhhh, ich liebe, liebe, liebe Prologe und Epiloge. Ich liebe sie einfach und ich brauche sie auch, sonst komme ich gar nicht in den Roman hinein.
    Oftmals sind es auch spontane Geistesblitze, die die Grundlagen für meine Romane bilden und die ich später als Pro- oder Epilog verwende.
    Meine Prologe werfen ins Geschehen, aber man versteht erst später, warum sie da sind, wenngleich man sich ganz, ganz lose zusammenreimen kann, was sein könnte, aber da lasse ich dann gerne mehrere Alternativen offen. 🙂
    Sehr interessantes Posting, ich glaube, ich mache demnächst auch mal eins. 🙂

    • Huhu 🙂

      Da ist ja mal jemand ein richtiger Prolog- und Epilog-Fan 😀

      Ich finde Prologe auch super, deren Sinn man erst im Verlauf des Romans versteht! 🙂

      Liebe Grüße,
      Marie

      P.S.: Das wäre ja super! Schickst du mir den Link oder sagst eben Bescheid, wenn du etwas ähnliches postest? Ist dein Blog im Moment eigentlich online? 🙂

      • Online ist er schon, aber aktiv … Ehehe. *gg* Klar schicke ich dir dann den Link!

      • Online schon, aber aktiv … *hüstel* Ich schau mal, dass ich heute mal damit anfange, wieder Leben reinzubekommen und dass ich mal ein bisschen aufräume und vielleicht ’nen neuen Header bastele oder so. 🙂
        Und klar schicke ich dir den Link. Habe vorhin eine ganze Serie geplant, fünf Postings, jede Woche Mittwoch. 😉 Du hast mich irgendwie ziemlich inspiriert! 😀

  3. Das Problem mit dem Prolog ist, dass er eigentlich aus dem Theater kommt. Einer Kunstform die relativ kompakt arbeiten muss. Dabei geht es darum, Zeit und Ort der Handlung dem Publikum vorzustellen. Bei einer Geschichte ist das entsprechend nicht zwingend nötig. 🐾🐱

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