The Woman Who Stole My Life von Marian Keyes

Allein dieses Cover hat mich direkt in seinen Bann gezogen: Mit dem aufgeklebten Glitzer ist es einfach wunderschön! Auch der Roman ist aber etwas Besonderes. Warum? Das erzähle ich euch heute!image

Titel: The Woman Who Stole My Life

Autor: Marian Keyes

Genre: Belletristik

Verlag: Penguin UK

InhaltStella Sweeney war einmal eine gefragt Autorin von Ratgebern, doch jetzt hat sie gerade keinen Job und versucht stattdessen ihren Sohn, der sich aber lieber dem Yoga als seiner Mutter widmet, dazu zu bringen, sich wie ein normaler Teenager zu verhalten. In Stellas Leben sind aber Dinge passiert, die ein Grund haben könnten und die zusammenhingen: Gibt es so etwas wie Karma? Sollte sie für alle, das passiert ist, dankbar sein oder doch wütend?

Ähnlich wieSo ganz konnte ich mich hier nicht entscheiden. Von Anfang an erinnerte mich der Roman von der Idee her etwas an „Die Achse meiner Welt“, aber im Gegensatz dazu hat er nicht wirklich etwas Magisches an sich – er ist eher quirlig und flippig.

Fünf AdjektiveFlapsig, quirlig, locker, genervt, verrückt

 

RezensionWas Stella Sweeney passiert ist, ist mit Sicherheit nicht vielen passiert – jedenfalls hoffte ich das von der ersten Zeile des Romans an. Sie berichtet so nüchtern von all den Geschehnissen, aber obwohl mir dies anfangs untertrieben erschien, wurde mir bald klar, dass gerade das eben die Protagonistin ausmacht. Die Themen, mit denen der Roman sich beschäftigt, angefangen von Schicksal bis Karma werden mit einer riesigen Prise Humor dargestellt und gerade diese Kombination macht den Roman so besonders. Ebenso interessant fand ich, dass sowohl aus Stellas jetzigem Leben als auch aus ihrer Vergangenheit erzählt wurde, wobei ihre beiden Leben nicht unterschiedlicher sein könnten.

Einige Elemente wie die Gedankenübertragung im Prolog waren mir allerdings zu tiefsinnig, um zu dem Schreibstil zu passen. Anfangs fragte ich mich, wohin die Handlung führen sollte, bald aber wurde mir klar: Der Plot ist so witzig gestrickt, dass er nicht spannend sein muss. Diese Art von Midlife Crisis, die Stella durchmacht, ist sowohl witzig als auch stellenweise traurig. Es wird dabei mehr von ihrem normalen Leben als von besonderen Vorkommnissen erzählt und der Leser hat schnell das Gefühl, Stella wie eine Freundin zu kennen. Auch das Krankenhaus wird so beispielsweise für sie zum Alltag und auch ihre Arzt braucht sie bald, denn er erzählt immer offener von seinem Privatleben – der Roman ist voller langsamer Entwicklungen, die den Leser letztendlich aber doch überwältigen dank des Endes, zu dem sie führen. Dabei muss ich allerdings sagen, dass ich stellenweise mit der Handlung, die in der Gegenwart spielt, durcheinander gekommen bin, da sich mehrere Handlungsstränge überschneiden.

Am Anfang hatte ich keinen Direkt Draht zu Stella, aber im Verlauf das Romans lernt man die Protagonistin immer näher kennen: Dieses Mädchen, das in eher ärmeren Verhältnissen aufgewachsen ist und dann als Autorin ihren Durchbruch hatte, ist so ruhig und doch so sympathisch, dass sie immer wieder überzeugt. Ihr Mann Ryan ist damit als selbsterklärter Künstler nicht immer sympathisch aber sorgt auf jeden Fall für jede Menge Aufregung. Sympathiepunkte konnte bei mir auch Jeffrey, der pubertierende Sohn, der sich aber lieber mit Yoga als mit Jugendlichen in seinem Alter abgibt, sammeln. Der Schreibstil ist witzig und flapsig, von Anfang ist der Roman erfrischend einfach zu lesen. Der Prolog spricht den Leser an, später geschieht dies jedoch nicht mehr, was mir auch gefiel, da es mir ermöglichte, mehr in den Roman inzusteigen. Diese Art von Tagebuch-Stil, den die Autorin nutzt, gibt einen Einblick in das Leben einer Frau, die man so schnell nicht wieder loslassen möchte.

BewertungAls ich den Roman zum ersten Mal in der Hand hielt, glaubte ich, dass es sich dabei um ein eher ruhiges Buch handelte, das das Zeug hatte, um den Leser zu verzaubern – so jedenfalls wirkten Cover und Titel auf mich. Was ich dann vorfand war flapsiger und witziger als ich es erwartet hatte und doch hatte der Roman auch auf seine eigene Art und Weise etwas, das mich begeistern konnte!

Dankean Random House und Blogg Dein Buch für die Bereitstellung des Leseexemplars. Hier kannst du es selbst bestellen!

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