Über das „Ich habe keine Zeit“-Syndrom

Zeit gehörte noch nie zu den Dingen, von denen ich besonders viel hatte. Ihr kennt das mit Sicherheit auch: der Blogpost, der noch geschrieben werden möchte, die Hausaufgaben, die noch gemacht werden müssen, die Freundin, mit der man sich unbedingt mal wieder treffen möchte, das letzte Kapitel, das noch schnell zu Ende geschrieben werden soll, und die Klausur, für die man vielleicht auch noch lernen müsste. Was aber tun? Für euch habe ich einige Tipps gesammelt, die mir in den letzten Wochen haben geholfen, bei allen Terminen, neuen Ideen und mehr einen kühlen Kopf zu behalten!

Termine

Ihr könnt es euch schon denken, oder? Natürlich: der Filofax, in dem ich alle wichtigen Termine notiere, ist mein erster Tipp! Bei mir ist es immer dieselbe Reihenfolge: In meinem Kalender notiere ich mir alles, was ich an diesem Tag noch machen muss: sei es eine E-Mail, die ich noch unbedingt schreiben müsste, oder auch nur ein Song, den ich mir unbedingt noch anhören muss – alles, das mir sonst nicht aus dem Kopf geht, wird notiert. Meist nehme ich mir anschließend einen Sticky Marker und fasse noch einmal zusammen, was ich alles machen möchte, damit es übersichtlicher wird.

to do

Du hast das Gefühl, in diesen ewigen (to) do-Listen unterzugehen? Das kenne ich nur zu gut! Manchmal ist einfach keine Zeit da, um wirklich alles zu schaffen. Wenn ich das Gefühl hab, nicht alles, das auf meiner Liste steht, machen zu können, mache ich mir einen konkreten Zeitplan, auf dem ich notiere, wie viel Zeit ich wofür einplane. Damit kann ich vielleicht nicht alle Aufgaben abhaken, brüte aber wenigstens nicht stundenlang darüber, wie ich alles machen kann, sondern finde dafür einen Anfang.

Eine ganz tolle Idee finde ich außerdem die sogenannte „100 Words a day“-Challenge: Anstatt die Zeit zu suchen, um endlich ein angefangenes Kapitel zu Ende zu schreiben, nehme ich mir jeden Tag die zehn Minuten, die ich brauche, um mindestens 100 Wörter zu schreiben. Dabei geht es weniger darum, tatsächlich diese 100 Wörter zu schreiben, sondern eher einen Anreiz zu haben, um überhaupt anzufangen. Ausprobiert habe ich es bis jetzt noch nicht – toll finde ich die Idee trotzdem.

Zusammenfassen

 

Einen anderen Tipp seht ihr auf diesem Bild: Anstatt mir zu notieren, welche Fotos ich noch brauche, welche Texte ich noch schreiben muss etc. habe ich alles kurzerhand zu „Blog“ zusammengefasst. Damit habe ich für diesen Tag nur noch drei Punkte, die (wenn auch inklusive mehrerer Unterpunkte) auf meiner (to) do-Liste stehen. Das zu bewältigen klingt in meinen Ohren schon viel einfacher als die Liste, vor der ich zuvor stand.

Social MediaIn dem Bild oben habe ich beschlossen, dass ich in diesen Tagen kaum Zeit haben werde, um mich um meinen Blog zu kümmern, da ich für meine Klausuren lernen muss. Dafür habe ich bereits vorher festgelegt, welche Fotos ich an diesen Tagen in Sozialen Netzwerken teilen werde und welche Blogposts online gehen werden.

Nicht zuletzt habe ich aber etwas viel Wichtigeres aus meinem Zeitmanagement gelernt: Zeit ist niemals weggeworfen. Wenn ich vor einer langen (to) do-Liste stehe, viel zu tun habe und doch nur wenig Zeit zur Verfügung habe, fühlt es sich manchmal falsch an, erst ein Buch zu lesen oder sich mit einer Freundin zu treffen – könnte man nicht etwas Wichtigeres machen? Aber solche Zeit ist nicht weniger wichtig als Zeit, in der man Aufgaben abarbeitet – also nicht vergessen: Jeder braucht mal eine Pause!

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9 Antworten zu “Über das „Ich habe keine Zeit“-Syndrom

  1. Pingback: Three ways to rock your final exam | Zeilentanz·

  2. Ich habe einen Redaktionsplan für meinen Blog in Excel aufgebaut. Vorteil: Ich sehe genau, wann welcher Beitrag online geht und kann farblich markieren, welchen ich noch schreiben muss und welcher schon geschrieben wurde. So habe ich immer im Überblick, ob ich es wirklich schaffe, alle zwei Tage einen Artikel zu veröffentlichen, wo noch eine Rezension reinpasst etc.

    Der Nachteil ist aber ganz klar, dass ich mich hiermit nur auf den Blog konzentriere und alles andere, was noch zu tun ist, außen vor lasse. Das setzt voraus, dass ich Zeit für den Blog finde – irgendwie. Meistens halte ich mir hierfür einen Tag des Wochenendes frei oder einen Abend unter der Woche, so habe ich an allen anderen Tagen Zeit für’s Lesen, meinen Freund, meine Katzen und mein Leben überhaupt. 😉

    Viele Grüße,
    Juna

    • Hallo Juna,

      stimmt, Excel kann bei so etwas eine große Hilfe sein!

      Bei mir ist es übrigens auch meist ein Tag in der Woche, der dem Blog gewidmet ist – im Moment meistens der Samstagmorgen 😉

      Liebe Grüße,
      Marie

  3. Ich habe ein Whiteboard. Sehr praktisch. Ich habe einen oberen Teil namens „To-Do“ und einen unteren, auf den ich einen Kalender gemalt habe. Im Moment steht drauf:
    „NaNo überleben (witzig gemeint! 😀 ) und das Doppel wirklich gewinnen“
    „Für die Musikarbeit am 24.11.14 lernen (Akkorde!)“
    „Weihnachtswunschliste schreiben“
    „Dankeschön basteln“
    „Lesen + Auflistung der Bücher“
    „Entscheiden, welche Bücher ich mir zu Weihnachten wünsche“
    „Die Adventskalendergeschichte schreiben“
    „Weihnachtsgeschenke einpacken“
    Den Überblick verliere ich damit nie, aber … wah! Ich will auch einen Filofax, du bist gemein, mit solchen Bildern zu locken! 😀

  4. Hi, ich habe übrigens gemerkt, dass es mir viel mehr hilft, wenn ich die To do-Liste bereits an Abend vorher schreibe. Morgens bin ich dann doch oft zu müde (oder auch faul..) mir darüber Gedanken machen zu müssen, was ich am Tag alles erledigen muss. So habe ich die Liste dann aber bereits fertig und entscheide dann spontan, in welcher Reihenfolge ich sie abarbeiten möchte.
    Lg
    Anna

    • Hallo Anna,

      der Tipp ist interessant und ich glaube wirklich, dass das helfen kann! Manchmal genieße ich es aber auch, mir beim Frühstück überlegen zu können, was ich an dem Tag mache – oder überlege mir über Nacht noch tausendmal, was ich noch alles machen möchte 😉

      Liebe Grüße,
      Marie

  5. Hihi, einen ähnlichen Beitrag zum Thema „Zeitmanagement“ habe ich vor kurzem veröffentlicht. Klar ist Zeitplanung wichtig, dass aller wichtigste ist meiner Meinung nach jedoch, dass man (neben den Sachen die erledigt werden MÜSSEN) noch Zeit für sich selbst hat. Und wenn ich anfangen muss, meine Freizeit zu planen, dann läuft definitiv etwas schief – aber das ist natürlich nur meine Meinung 🙂
    LG

    • Hey,

      das Thema kursiert tatsächlich – mit Sicherheit zurecht, denn Zeit ist ja anscheinend heiß begehrt 😉

      Du hast aber recht: Freie Zeit muss bleiben, auch wenn ich es manchmal schwer finde, zwischen Freizeit und Blog, Lesen etc. zu unterscheiden.

      Liebe Grüße,
      Marie

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