Im Interview mit Betty Kay

Heute habe ich eine ganz besondere Premiere für euch! Das hier ist der Trailer zu Bettina Kiraly neuem Roman „Gefährliches Herz“! Aber das ist nicht alles: Wie oft bekommt man die Möglichkeit, einmal alle Fragen von einer veröffentlichten Autorin beantworten zu lassen? Bettina Kiraly steht uns heute dafür zur Verfügung! Gerade erst ist ihr Roman „Gefährliches Herz“ bei Forever erschienen – ein etwas anderer Liebesroman. Ich habe für euch in die Geschichte einmal reingelesen und Bettina Kiralys meine Fragen gestellt – heute findet ihr Bettina Kiralys Antworten!

Übrigens: Hier gibt es auch etwas zu gewinnen! Wir verlosen drei Exemplare des ebooks „Gefährliches Herz“ in deinem gewünschten Format! Was du dafür machen musst? Ganz einfach: Schreib mir bis zum kommenden Sonntag in den Kommentaren deinen Namen, deine E-Mail-Adresse und schreib mir außerdem, was für dich Romantik ausmacht – oder meinst du auch eine Geschichte rund um eine so dunkelherzige Heldin wie Johanna kann romantisch sein?

Beschreib uns deinen neuen Roman mithilfe von fünf Adjektiven!

sexy, einsam, ausweglos, einschneidend, gefühlsbeladen

„Gefährliches Herz“ erscheint bei dem für Liebesromane bekanntem Label Forever – oder ist es gar kein klassischer Liebesroman?

Ich habe mich total gefreut, dass „Gefährliches Herz“ bei Forever angenommen wurde. Besonders, weil der Roman zwar eine Liebesgeschichte erzählt, deren Bilder aber nicht typisch mit dem Blick durch die zuckerlrosa Brille dargestellt werden. Dazu ist Johanna als Liebesromanhauptperson wider Willen zu abgebrüht. Das Buch enthält meiner Meinung nach nur eine einzige romantische Szene. Das, was sich zwischen den Charakteren entwickelt, steht zwischen den Zeilen.

Was fasziniert dich an diesem Roman am meisten? Was macht ihn für dich besonders?

Johanna ist die dunkelherzigste Heldin, die ich jemals kennenlernen durfte. Sie hat bei unserer ersten Begegnung mein Mitleid erweckt. Rasch wurde mir allerdings klar, dass ich sie nicht unterschätzen darf. Johanna ist eine unheimlich starke Frau, die weder romantisch veranlagt ist noch eine Beziehung will. In ihrer Zeit in Wien gelingt es ihr, ihr Herz vor Gefühlen zu verschließen. Durch die Rückkehr in ihr Heimatdorf nach dem Tod ihrer Mutter wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Ich habe mich in ihren Charakter verliebt.

Wie bist du dazu gekommen, überhaupt zu schreiben? Wie kam es zu deiner ersten Veröffentlichung?

Mit 18 Jahren habe ich die ersten Seiten eines Romans niedergeschrieben. Fertiggeworden ist er erst ein paar Jahre später. Erst dann war ich ausdauernd genug. Aber ich wollte meine eigenen Geschichten, die während des Lesens von Büchern in meinem Kopf entstanden sind, zu Papier bringen. Seitdem gab es Phasen in meinem Leben ohne Schreiben. Die haben allerdings nie lange gedauert.
2006 hatte ich die Idee zu einer vierteiligen Krimireihe. Nach mehreren Absagen von Verlagen, die mir zwar guten Stil bescheinigt haben, aber der Meinung waren, dass meine Reihe nicht in ihr Programm passt, habe ich 2008 beschlossen, meinen eigenen Weg zu gehen und die Bücher selbst zu veröffentlichen. Ich habe seitdem den einen oder anderen Fehler gemacht, hauptsächlich aber spannende Erfahrungen sammeln dürfen. Schritt für Schritt bin ich meinem Ziel näher gekommen, mit einem meiner Bücher einen Verlag zu begeistern. Mit meinem dreizehnten Buch „Gefährliches Herz“ habe ich es nun geschafft.

Hast du einen Tipp für alle Leser, die auch den ein oder anderen Roman in der Schublade haben?

Von der Idee zum Buch bis zu dem Moment, in dem du das Wort Ende unter dein Manuskript geschrieben hast, musstest du bereits einen langen Weg zurücklegen. Jetzt stell Testlesern detaillierte Fragen, damit du weißt, wo eventuelle Schwachstellen in deiner Geschichte liegen. Such dir Hilfe einer Lektorin zumindest für ein Teillektorat. Und noch ein Wort zum Schluss: sei dir darüber im Klaren, dass die Ablehnung eines Verlages nicht zwangsläufig bedeutet, dass dein Buch schlecht ist.

Thema Selfpublishing: Kannst du es empfehlen? Was hast du dabei gelernt?

Man hört immer wieder Erfolgsstorys von Selfpublishern. Daher mag es verlockend sein zu glauben, dass beim Selbstveröffentlichen großes Geld auf jeden Autor wartet. Tatsache bleibt aber, dass die Konkurrenz und der zu leistende Arbeitseinsatz groß sind. Ich verbringe mindestens so viel Zeit mit Werbungsmaßnahmen wie mit Schreiben von Geschichten. Nicht jede Aktion, in die ich Herzblut und Geld stecke, bringt neue Leser. Man braucht Ausdauer, Geduld und darf sich nicht von Rückschlägen abschrecken lassen.

Im Gegenzug bedeutet eine Verlagsveröffentlichung auch nicht automatisch, dass man einen Bestseller landet. Verlage stecken immer weniger Geld in Lektorat und Werbung. Die Gewinnspanne für den Autor ist allerdings geringer als beim Selfpublishing. Man muss sich als Autor die Frage stellen, mit welcher Veröffentlichungsform man sich wohler fühlt.

Mit meinem heutigen Wissen würde ich den Schritt Selfpublishing im Jahr 2007/2008 wieder tun. Sonst hätte ich niemals so viele tolle Menschen kennengelernt, so tollen Zuspruch erhalten und hätte meine Schreibfähigkeiten nicht verbessern können.

Wo siehst du dich und deine kreative Laufbahn in zehn Jahren?

Bei der Beantwortung dieser Frage muss ich zwischen dem, was realistisch ist, und dem, was ich mir wünschen würde, unterscheiden. Ich bin mir sicher, dass das Schreiben immer noch ein wichtiger Teil meines Lebens sein wird und ich Neues produzieren werde. Wünschen würde ich mir, dass ich in zehn Jahren mit dem Schreiben meinen Lebensunterhalt verdienen kann, ich viele zufriedene Leser mit meinen Büchern berühren konnte und ich mir einen Namen in der Branche gemacht habe.

Was regt dich zum Schreiben an? Hast du spezielle Inspirationsquellen? Musik, die du beim Schreiben gerne hörst?

Ich habe eher das Problem, dass ich zu viel inspiriert werde: in meinen Träumen, beim Einkaufen, wenn ich Radio höre, … Meine Geschichten begleiten mich in der Planungsphase den ganzen Tag über. Natürlich habe ich da auch manchmal das Gefühl, dass sich die Geschichte nicht weiterentwickelt. Dann versuche ich meinen Charakteren Freiraum zu geben und mir ihren Tagesablauf vorzustellen, damit sie mir freiwillig von sich erzählen. Das hat bislang immer geklappt.

Musik spielt für mich auch eine große Rolle beim Schreiben. In meinen Geschichten wird immer wieder Musik gehört, die zu der jeweiligen Szene passt. Für „Gefährliches Herz“ habe ich eine Playlist (http://www.youtube.com/playlist?list=PLeCxr1Lu39R9TPUaAgtX3aBxVUk_U9taY) mit Johannas Lieblingsliedern und Liedern aus dem Buch erstellt. Das zweite Video auf dieser Playlist ist eine Art Songtext, den ich zu „Gefährliches Herz“ gedichtet habe.

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12 Antworten zu “Im Interview mit Betty Kay

  1. Pingback: Gewinner über Gewinner | Marie Menke·

  2. Hallo Marie,

    ich möchte auch gerne mitmachen!

    Ich bin schon die Art von „rosa Romantiker“, schätze ich. Ich finde es einfach süß, wenn sich jemand etwas wirklich Romantisches für dich überlegt – inklusive Kerzenschein, rote Rosen & Co 😉

    Liebe Grüße,
    Sina

  3. Danke für das schöne Interview, Bettina und Marie. Der Trailer ist super geworden. Ich habe das Buch ja bereits gelesen und mir hat es gut gefallen. Bin daher natürlich außen vor, was das Gewinnspiel angeht. Romantik ist ein ziemlich weit gefächerter Begriff. Für mich ist er nicht nur rosarot. Es gibt auch düstere Romantik.

  4. Das klingt ja super! Ich würde auch liebend gerne das Ebook lesen 🙂 Meine Daten kommen aber auch lieber per PN 😉
    Mhh, Romantik… Romantik kann einiges sein, denke ich, aber wenn dich jemand mit diesem ganz besonderen Blick anschaut – das ist Romantik, finde ich 😉

  5. Auch mich hat dieser Trailer sehr beeindruckt. Ich weiß nur noch nicht in welche Richtung.
    Aber ich wäre sehr offen für so ein Exemplar für meinen Kindle.
    Was bedeutet für mich Romantik?
    Für mich bedeutet Romantik meinen Mann auch nach einigen Jahren Ehe immer noch verliebt zu empfangen und mit Freude an den Hochzeitstag zu denken.

    Meine Email Anschrift: KronprinzessinM@aol.com

    Gruß Karen

  6. Hallo und guten Tag,

    ist schon ein eigenartiger Trailer. Der eher schwermütig als auf eine romantische Liebe hoffen lässt auch die Abwandlung aus „Forrest Gump“ mit dem Dreckvergleich . Hm, dass ist alles schon eher unheimlich/ungewöhnlich oder einfach nur schlimm in welcher Gefühlswelt Johanna lebt.
    Aber die Autorin Betty Kay, kann über das Interview hier geschickt mein Interesse trotzdem an dem Buch wecken. Denn es scheint, hier wirklich mal „ans Eingemachte“ zu gehen…keine dieser zuckersüsse mit kurzen Leidensabschnitten gestrickte Geschichte.
    Es kann alles romantisch sein, es kommt nur auf den Menschen selber an, ob das was der andere tut für ihn in sein Romantikfeld oder Auffassung hineinpasst oder?

    Ein Wort zur rechten Zeit, eine kleine Blume vom Wegesrand……es gibt so vieles…Romantik kann so vieles sein..ein Lied im Radio…

    Ich bin offen für Neues..mein Format für das Ebook ist EPUB.

    Meinen Daten kommen dann per PN.Danke und LG..Karin..

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