Geschenkt von Daniel Glattauer

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Titel: Geschenkt
Autor: Daniel Glattauer
Verlag: Deuticke
Genre: Belletristik

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Ein anonymer Spender verteilt 10.000 Euro-Spenden an Kinderheime & Co. und immer mit in dem Briefumschlag ist ein Artikel des Journalisten Gerold Plassek aus einer Gratiszeitung, die den Spender anscheinend auf die Notstände aufmerksam machte. Plassek, der sonst noch nicht so viel erreicht hat, sieht sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert – und dann wäre da noch sein Sohn, der ab jetzt mit ihm recherchiert, ohne zu wissen, dass er sein Sohn ist.

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Der Protagonist erinnerte mich teilweise sehr an Sam aus „Mystery Girl“ – auch wenn der Plot einem Thriller natürlich nicht ähnelt.

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Zynisch, ruhig, ironisch, flapsig, bodenständig

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„Geld bedeutet mir nicht so viel“, sagte ich zwar, fand aber gleichzeitig, dass dieser Satz irgendwie fürchterlich blöd klang. („Geschenkt“ von Daniel Glattauer erschienen bei Deuticke, S. 162)

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Bereits der Anfang erweckt Interesse an dem Protagonisten, obwohl dessen Leben so alltäglich dargestellt wird. Er scheint Draufgänger und Versager zugleich zu sein und ist damit fast schon sympathisch, auch wenn er teilweise nervt. Über Manuel muss man von Anfang an grinsen, gerade weil sein Vater den Teenager mit viel Humor sieht. Noch interessanter wird der Roman, da der Leser weiß, dass die Geschichte an eine reale Begebenheit angelehnt ist: Diese Spenden gab es tatsächlich. Wirken sie anfangs eher aus der Luft gegriffen und selten, verleihen sie dem Roman von nun an etwas Reales. Die Kapitel sind in relativ kurze Abschnitte eingeteilt und führen interessant in die Gedankenwelt des Protagonisten, auch wenn ich gerne noch mehr über ihn erfahren hätte. Er zeigt aber durchaus Humor und fängt ganz nebenbei an, seinen Sohn tatsächlich zu mögen.

Bei Begriffen wie „Bub“ und ähnlichen konnte ich mich teilweise nicht entscheiden, ob sie sehr „österreichisch“ oder eher altmodisch sein sollten. Den Ausgangspunkt, dass Manuels Mutter ihren Sohn zuhause lässt, um für ein halbes Jahr nach Afrika zu gehen, empfand ich ebenso als eher unrealistisch. Die Geschichte rollt sich schnell auf und lässt doch keine Richtung erkennen – Spannung fehlt ebenso wie ein roter Faden.

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An vielen Stellen konnte ich nur noch grinsen und den Kopf schütteln – ein interessanter Roman.

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Ich danke Deuticke und Vorablesen für die Bereitstellung des Lexeexemplars.

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