Silber – Das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier

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Titel: Silber – Das zweite Buch der Träume
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Fischer Jugendbuch
Genre: Jugendbuch Unterhaltung/Fantasy

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Die Geschichte rund um die sechzehnjährige Liv geht weiter: Secrecy, die auf ihrem Blog die Jugendlichen über das Privatleben ihrer Mitschüler aufklärt, kennt auch ihre Geheimnisse, ihre Stiefgroßmutter wütet in ihrem Leben und verdient sich damit einen interessanten Spitznamen und nicht zuletzt ist da noch ihr Freund Henry und die Traumwelt, über die sie noch immer nicht viel wissen.

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Kerstin Giers Schreibstil ist relativ einzigartig – Fantasy gemischt mit einer guten Portion Humor. Die Silber-Trilogie erinnert mich damit in erster Linie an weitere Jugendbücher von ihr wie beispielsweise ,,Rubinrot“.

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Witzig, ehrlich, urkomisch, geheimnisvoll, echt.

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„Ich kann alles mit ihr tun. Jederzeit. Wenn sie eines Nachts aufsteht, um sich vor ein fahrendes Auto zu werfen… Unheimliche Vorstellung, dass sie nachts einfach aufstehen und sich in eurem Gartenschuppen erhängen könnte, oder?“ (Silber – Das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier erschienen bei FJB, S. 350)

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Zuerst einmal eine kleine Kritik an dem Namen der Triologie: Ist sie tatsächlich nach dem Nachnamen der Protagonistin benannt? Scheint so. Während des ersten Buches hatte ich noch Hoffnung, dass ,,Silber“ eine größere Rolle spielen könnte, aber allmählich finde ich das absolut seltsam. Wirklich schön ist dafür der Untertitel und natürlich absolut einmalig ist der Einband: Mir gefällt dieser helle Einband noch mehr als der schwarze Einband des ersten Buches. Mit den zahlreichen Einzelheiten, dem Glitzer und mehr ist der Einband wirklich wunderschön gestaltet! Der Roman bietet gleich am Anfang viel Action und die Traumwelt bietet natürlich eine perfekte Vorlage für einen Plot, der sich über mehrere Bücher zieht. Auch hier spielt er wieder eine wichtige Rolle. Auch für Neueinsteiger dürfte der Roman machbar sein, da der Anfang ausreichend erklärt.

wpid-instagramcapture_4aa870a5-e35b-4290-94bc-51503e187bef_jpg.jpgGanz komme ich nicht von der Tatsache los, dass ich mich für den ersten Roman etwas zu alt fühlte. Auf der einen Seite preist Livs Mutter wieder und wieder Kaffee und Alkohol an und auf der anderen Seite ist da Liv, die bis vor kurzem Jungen noch eher ekelhaft fand. Es fällt mir daher schwer einzuordnen, für welche Zielgruppe dieser Roman gedacht ist. Eins muss ich aber sagen: Gelacht habe ich viel! Kerstin Giers Schreibstil ist dank wunderschöner Details nicht nur ehrlich sondern auch urkomisch. Sie kreiert damit eine Art Chick-Lit für Jugendliche, lockere Unterhaltung gepaart mit etwas Fantasy. Die Szenenübergänge gelingen ihr dabei unheimlich flüssig und den Humor, den sie an den Tag lägt, habe ich bis jetzt selten in Jugendbüchern gefunden.

Der Roman konzentriert sich weiterhin auf das bereits aus dem ersten Buch bekannte Setting, wobei es teilweise schade ist, dass Szenen, die an anderen Orten spielen, sehr kurz kommen. Liv wird dank ihrer Dickköpfigkeit zu einer wirklich liebenswürdigen Protagonistin und hier und da fällt der ein oder andere Tipp, wer Secrecy sein könnte… Habt ihr auch schon eine Vermutung? 😉 Neben Liv entwickelt sich insbesondere ihr Freund Henry weiter, der dank verschiedener Details, egal wie es um die beiden als Paar steht, die Sympathie des Lesers gewinnt. Auch ihr Stiefbruder Grayson kann erneut überzeugen – so einen Bruder wünschen wir uns doch alle!

Schade ist jedoch, dass der Plot sich eher schleichend entwickelt. Das Abenteuer, das Liv und ihre Freunde in diesem Roman erleben, kommt etwas zu kurz und kann nicht ganz die Spannung erzeugen, die der erste Band hatte – ähnelt das Geheimnis dem aus dem ersten Roman doch zu stark. Ein Abenteuer, das für sich stehen könnte, wäre hier passender gewesen.

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Dass der eigentliche Plot manchmal etwas zu kurz kommt, verzeiht man dem Roman aber gerne, da er den Leser wieder und wieder herzlich zum Lachen bringt! Gelungene Unterhaltung für Jugendliche mit einem Hauch von Fantasy.

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4 Antworten zu “Silber – Das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier

  1. Hey Marie,
    ich kann mich der Meinung von dir und Tintenelfe nur anschließen 🙂 es soll vielleicht wirklich an die Edelsteintriologie erinnern…..ich muss erblich gestehen, mir hat der erste Band besser gefallen. Mir hat im zweiten Teil irgendwie ein wenig die Spannung gefehlt….und es ging vor allem um die Beziehung zwischen Liv und Henry. Dennoch musste ich wieder mal sehr sehr viel lachen 🙂 wie eigentlich immer bei Kerstin Gier 🙂 Die Sache mit dem Humor hat sie wirklich verstanden 🙂
    Ich freue mich schon auf eine neue Rezension von dir,
    LG
    Ella♥

    • Hey Ella,

      die Spannung fehlte tatsächlich, aber ich hatte das Gefühl, dass mir der zweite Band besser gefiel, einfach weil ich wusste, was mich erwartete: viel Humor, dafür nicht ganz so klassische Fantasy.

      Wie es mit Liv und Henry weitergeht, wollte ich auch unbedingt wissen 😉

      Danke, allerliebste Grüße & viel Spaß beim Stöbern,
      Marie

  2. Hallo Marie,
    was den Titel der Trilogie angeht, muss ich dir unbedingt beipflichten. Mir geht es ganz ähnlich, es erschließt sich überhaupt kein Sinn für die Titelgebung. Sollte vielleicht doch an die Edelsteintrilogie erinnern und an den Erfolg anknüpfen? Vielleicht erleben wir ja noch eine Überraschung?!
    Liebe Grüße
    die Tintenelfe

    • Hallo Tintenelfe,
      ich hoffe auch, dass es noch aufgeklärt wird – etwas seltsam finde ich das schon 😀
      Ich muss dir aber Recht geben: An die Edelsteintriologie anzuschließen wäre schlau – die hat es ja mittlerweile bis zum Kinofilm geschafft 😉

      Liebe Grüße,
      Marie

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