[Trilogien] Was und warum?

Bevor Harry Potter auf den Markt kam, hatte es selten ein Jugendbuch gegeben, das so einschlug. Immerhin sieben Bände waren es und sogar ganze acht Filme. Jahre später hofften die Macher von ,,Twilight“ an diesen Erfolg anknüpfen zu können, wenn sich auch einiges änderte: Es entstand der erste Romantasy-Hit, ein Mix aus Fantasy und Romantik. Vier Romane kamen von dieser Serie auf den Markt, erneut ein Film mehr. Der nächste Hit nannte sich ,,Panem“ und war zum ersten Mal eine Trilogie, diesmal außerdem Dystopie. Werden Jugendbuchreihen immer kürzer? Nein, aber die Trilogie wird immer wichtiger.

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Das sind die drei Trilogien, die in meinem Buchregal anzutreffen sind – wenn auch nicht vollständig. Was fällt auf? Alles Jugendbücher, alles Dystopie. Letzteres dürfte darauf beruhen, dass ich tatsächlich ein riesiger Fan von Dystopien bin. Auf lovelybooks haben die Leser die Möglichkeit, ihre Stimme für ihre Lieblingstriologie abzugeben, wodurch eine Rangliste entstanden ist. Von den ersten zehn Romanen sind immerhin neun Jugendbücher, davon wiederum neun Fantasy und nur ein Dystopie.

Trilogien sind wie so vieles beim Schreiben Geschmackssache. Manche finden es unmöglich, all ihre Ideen in nur drei Bücher zu quetschen, während andere Schweißausbrüche bei dem Gedanken bekommen, mehr als einen Roman über dasselbe Thema zu schreiben. In dieser Reihe möchte ich euch ein paar bekannte Beispiele vorstellen, die mich regelrecht umgehauen haben, damit wir darüber diskutieren können, wie man am besten Trilogien schreibt. Zum Auftakt habe ich meine persönlichen Gründe für und gegen Trilogien gesammelt 😉

Für Trilogien: Die Länge, die ich am liebsten lese, denn ein Buch ist mir zu kurz und danach wird es mir schnell zu lang. Beim Schreiben gibt sie mir genug Länge, um alle Ideen zu entfalten.
Gegen Trilogien: Der zweite Band neigt dazu, kein eigenes Buch sondern eher eine Überleitung zwischen dem ersten und dem dritten Buch zu sein. Oft haben die Bücher keine in sich gekehrte Geschichte, sie sind eher ein einziger sehr langer Roman (im Gegensatz zu z.B. Harry Potter). Werden erst die letzten Bände wirklich bekannt, steige ich ungern dann erst ein.

Was sind eure Gründe für oder gegen Trilogien?
Habt ihr schonmal eine geschrieben?

Eure
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10 Antworten zu “[Trilogien] Was und warum?

  1. Einerseits habe ich nichts gegen Trilogien. Ich bin aber schon manchmal leicht genervt, dass es fast nur noch Trilogien gibt. Bei mir ist es so, dass ich schnell die Handlung des ersten Buches vergesse, wenn ich ein Jahr auf das zweite Buch warte. Außerdem ist es sehr oft so, dass bei einem Jugenbuch (mit einer Romanze) das Paar im 2. Teil nicht zusammen sein darf, kann oder sich erst einmal nicht mehr mag.
    Anderseits liebe ich Trilogien, weil die Geschichte einfach weiter geht und man mehr mit den Charakteren unternimmt und erlebt. Der/die AutorIn haben dadurch auch die Möglichkeit etwas Komplexeres zu schaffen, denke ich.

    Generell habe ich nichts gegen Trilogien, sie sind ja nun im Bereich Jugendliteratur fast zur Gewohnheit geworfen. Aber ich bin von Büchern, die in sich geschlossen sind, auch total fasziniert, weil ich das Gefühl habe, dass in diesen Bücher eher alles kompakt und sehr gut zusammenkommt.
    Ich hoffe, mein Geblabber macht Sinn. 😀
    LG
    Neyschn

    • Hey Neyschn,

      direkt aufgefallen ist es mir noch nicht, aber ich kenne es natürlich: Gerade bei Trilogien dauert es manchmal sehr lange, bis der nächste Band folgt 😉

      Und das macht voll Sinn 😀 Nein, ernsthaft, ich finde auch, dass es Schatten- und Sonnenseiten hat 🙂

      Liebe Grüße,
      Marie

  2. Ich lese seit vielen, vielen Jahren sehr vel Fantasy. Also komme ich an Trilogien und Reihen gar nicht vorbei. Bereits „Der Herr der Ringe“ ist eine Trilogie und die meisten Autoren des Genres eifern Tolkien nach. Der Trend ist auch schon vor sehr langer Zeit in den Jugendbuchbereich geschwappt. Meine Regale sind voll davon, das ist kein neues Phänomen. Ähnlich ist es ja auch bei Krimis – es gibt auch da endlos viele Reihen.
    Allerdings muss ich schon sagen, dass es mir inzwischen lästig geworden ist. Spätestens seit ich mich einmal hingesetzt hatte, um alle begonnenen Reihen und Trilogien aufzulisten. Ich war so schockiert! Inzwischen bin ich zumindest dahin übergegangen, bei Trilogien zu warten bis alle Bände erschienen sind. Das gelingt mir nicht immer, aufgrund der Fülle aber doch immer öfter. Es hat zudem auch den Vorteil, dass man dann weiß, dass auch alle Bände geschrieben werden bzw. erscheinen. Inzwischen häufen sich nämlich auch die Trilogien und Reihen, die entweder nicht weiter übersetzt oder gar nicht erst fertig geschrieben werden . (Dazu gab es letztens mal eine Diskussion unter Bloggern auf facebook.)
    Ich suche zur zeit immer häufiger nach guten Einzelromanen, vor allem im Fantasybereich und freue mich über jeden Autor, der es schafft, eine komplexe Welt zu erschaffen und dabei eine spannende Geschichte zu erzählen. – Mal ganz ehrlich: bei wievielen Trilogien stellt man fest, dass gerade der Mittelteil schwächelt und nur als Überleitung zum Finale wahrgenommen wird.
    Liebe Grüße,
    die Tintenelfe

    • Liebe Tintenelfe,

      danke für Deinen schönen Kommentar!

      Fantasyfans kommen an Trilogien tatsächlich nicht vorbei. Ich muss ehrlich sagen, dass es mich eher stört, am Ende noch in eine Trilogie einzusteigen, da ich mich gezwungen sehe, zuerst die ,,alten“ Bücher zu lesen, bevor ich weiß, worüber alle gerade sprechen 😉

      Bei meinem Romandebüt habe ich mich aber auch bewusst dazu entschieden, einen eigenständigen Roman zu schreiben: Es ist Fantasy aber ,,Tameha“ hat eine Message, die ich gerne in einen Roman packen wollte – für mich fühlte sich das ,,vollkommener“ an. Da er diesen Spätsommer erscheint, werde ich im Moment oft gefragt, ob es eine Fortsetzung geben wird – habe das bis jetzt aber immer verneint.

      Auf der anderen Seite arbeite ich gerade an einem Manuskript, das als Trilogie geplant ist: Da es mehrere Handlungsstränge gibt, habe ich das Gefühl, sonst nicht zu einem würdigen Ende zu kommen.

      Recht geben muss ich dir aber: Der berühmte Mittelteil ist immer öfter eher schwach – der Post zu dem Thema wird auch noch folgen 😉

      Liebe Grüße,
      Marie

  3. Ich finde es schön, dass es so viele Triologien gibt, die bei jungen Leuten so einschlagen. Dann lesen die schließlich mehr 😉 Selber lese ich meistens nur Einzelbände oder aber z.B. Krimi Reihen.

    • Das ist ein Argument, an das ich noch gar nicht gedacht hab 😀 Aber stimmt, bei Panem, Divergent & Co. muss man als Fan schon die gesamte Trilogie gelesen haben 😉

  4. Hey Marie,
    Ich bin eigentlich immer für Trilogien, weil mir, wie du schon erwähnt hast, ein Buch zu kurz ist 🙂 allerdings ist oft der zweite und somit mittlere Band einer Trilogie nicht immer so gelungen (z.B. saphirblau oder aber auch der zweite Band der biss-reihe). Trotzdem, ich LIEBE triologien♥ aber selbst eine schreiben könnte ich wahrscheinlich nicht….:)
    LG
    Ella♥

    • Hey Ella,
      dass finde ich auch – bei einem schönen Buch ist ein Roman halt zu wenig 😉
      Und klar, du kannst selbst bestimmt eine schreiben 🙂 Es ist ja nicht so anders als einen Roman zu schreiben – nur länger 😉
      Liebe Grüße, Marie

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