Selection von Kiera Cass

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Titel: Selection
Autor: Kiera Cass
Genre: Jugendbuch Dystopian
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2013

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Eigentlich hat sich America nur für die Auswahl angemeldet, weil ihr Freund Aspen sie darum gebeten hat. Als dieser, von dem sie sich eigentlich einen Heiratsantrag erhofft hatte, sie jedoch verlässt, wird sie plötzlich auserwählt – und zieht mit anderen Mädchen in den Palast ein, wo Prinz Maxon seine Zukünftige sucht.

Die Parallelen zu Reality-Shows wie ,,The Bachelor“ sind somit nicht zu übersehen – und durchaus interessant. Sie bieten Material für jede Menge Kritik, auch wenn diese etwas kurz kommt. America rebelliert nur anfänglich und diese Art einer Auswahl wird eher gerechtfertigt. Gleich zu Beginn wird jedoch jede Menge Spannung erzeugt, wenn Aspen seine letzte Chance, noch einmal mit America zu reden, verwährt wird – und dies bleibt auch während des Romans so.

Neben der Idee, die bekannten Reality-Shows aufzugreifen, hat dieser Roman außerdem eine ausgekügelte Geschichte, wie aus unserer heutigen Welt Americas Welt wurde, und erklärt diese dank einer Geschichtsstunde, die die Mädchen im Palast erhalten, auch dem Leser. Die Menschen werden in dieser Welt in Gruppen eingeteilt, die eine Rangordnung unterliegen, was eine durchaus interessante und gar nicht mal so weiter von der Realität entfernte Idee ist. Dass Americas Familie aus Künstlern besteht, verleiht dem Roman außerdem etwas Kreatives.

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America selbst möchte nur Maxons Freundin sein und beginnt damit einen Schachzug, der eigentlich interessant sein könnte, würde sie diesen länger durchhalten. Auch indem sie eigentlich nur mit Aspen leben und eine Art Hausfrau sein möchte, lässt sie sich immer wieder in das Klischee einer schwachen, jungen Frau quetschen, obwohl sie laut Inhaltsangabe doch eigentlich rebellieren sollte. Auch dass Maxon in jeder Beziehung unschuldig und verantwortungsbewusst ist, wirkt zu klischeehaft und nicht zuletzt Americas Name sorgt gemeinsam mit ihrer Art für wenig Identifikationspotential.

Die Parallelen zu dem ,,Bachelor“ sind gut gewählt, auffällig sind aber auch deutliche Parallelen zu ,,Hunger Games“. Aspens Bruder wird beispielsweise auf dem Marktplatz geschlagen, nachdem er Brot klaute, und auch hier gibt es ein weiteres Liebesdreieck. Viele neue Ideen kann der Roman damit nicht aufweisen.

Insgesamt ein Roman, der viel Platz für Kritik geboten hätte – was das angeht, dürfen wir aber noch auf die Fortsetzungen hoffen. Ansonsten interessante Ideen, viel Spannung und viel Liebe, wenn auch manchmal nicht gerade neue Ideen.

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