Jugendsprache

Da ich im Urlaub bin, ist dieser Post scheduled – also schon lange geschrieben, bevor er rauskommt. Im Packstress gibt es daher heute auch noch ein paar Minitipps zum Schreiben von Jugendbüchern. Freitag bin ich wieder da und hoffe, dass ich am Samstag einen neuen Roman hab, den ich vorstellen kann.

Als ich Kerstin Giers ,,Silber – Das erste Buch der Träume“ gelesen habe, fiel mir vor allem eins auf: Es hatte eine unglaubliche Jugendsprache, obwohl ich nie das Gefühl hatte, dass dies ein Erwachsener geschrieben hatte, der krampfhaft versuchte, wie ein Jugendlicher rüberzukommen. Hier einige Tipps für euch, wie auch ihr das schaffen könnt:

a) Wortwahl: Generell ist dies ein Stilmittel, das nicht übersehen werden sollte. John Greens ,,Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ hat beispielsweise eine eher gehobene und leicht poetische Wortwahl und spricht damit eher ältere Jugendliche an. ,,Silber“ hingegen ist in einem eher frecheren Tonfall geschrieben und adressiert somit die ganze Bandbreite von zwölf bis achtzehn Jahren.

b) Sei ehrlich: Ein Fehler, der oft gemacht wird, ist, dass zu belehrend geschrieben wird. Überlege dir genau, was dein Protagonist in diesem Moment fühlt, und beachte dabei vor allem ein Alter: Auch ein zwölfjähriger Protagonist kann anders fühlen als ein sechzehnjähriger. Achte darauf, dass seine Gefühle zu seinen Erfahrungen und weniger zu der Botschaft deines Romans passen.

c) Dein Protagonist: Letztendlich sollte nicht dein Schreibstil ,,jugendlich“ sein, sondern dein Protagonist. Sämtliche Bemerkungen, die zum Beispiel umgangssprachlich sind, sollten daher von deinem Protagonisten und nicht von dir ausgehen. Schreib wie ein Jugendlicher – und nicht wie ein Erwachsener, der sich einen Jugendlichen vorstellt!

Was sind für dich typische Merkmale der ,,Jugendsprache“?
Wie benutzt du sie in deinen Geschichten?

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