0.4 – Eine perfekte neue Welt

Es ist Ferien und ich habe Zeit zum Lesen, deshalb muss ich euch mal wieder auf dem Laufen halten!

Eckdaten

Titel: 0.4 – Eine perfekte neue Welt
Autor: Mike Lancaster
Erscheinungsdatum: September 2011
Genre: Jugendbuch Science-Fiction
Länge: 272 Seiten
Verlag: Oetinger Friedrich GmbH

Rezension

Wenn Kyle wieder aufwacht, nachdem er von einer seiner Freunde bei einer Talentshow hypnotisiert wurde, bewegt si ch niemand unter den Zuschauern. Sie sind wie eingefroren und nur die drei, die auch hypnotisiert wurden, sind noch bei Bewusstsein. Sie versuchen Hilfe zu holen, doch ihnen gelingt kein Kontakt zur Außenwelt. Als alles jedoch plötzlich wieder normal ist, muss Kyle mit einer heftigen Wahrheit zurechtkommen, denn alle außer ihm haben sich verändert.

Der Roman ist aufgebaut, als hätten Menschen aus der Zukunft die von Kyle besprochenen Kassetten gefunden und sie als Sachbuch veröffentlicht. Um es diesen Menschen verständlich zu machen, gibt es Notizen, die versuchen, Begriffe wie Coldplay und Teletubbies zu erklären – wenn sie damit auch manchmal reichlich falsch liegen. Das macht den Roman jedoch definitiv erfrischend witzig. Das Konzept selbst ist außerdem geheimnisvoll, denn Menschen wie Kyle könnten ihm zufolge auch heute existieren, ohne dass wir von ihm wissen. Er spricht damit von etwas, das uns verändert, ohne dass wir es merken.

Kyle ist jedoch kein typischer Rebell wie ihn viele Fantasybücher kennen. Er kämpft nicht und es gibt keinen Weg für ihn, gegen das System zu kämpfen, das dafür gesagt hat, dass selbst seine Eltern ihn vergessen haben. Damit ist er kein Charakter, mit dem man sich identifizieren kann, was dem Buch definitiv Spannung nimmt. Auch ist es sehr kurz und endet an dem Punkt, an dem viele Romane erst anfangen: der Enthüllung der Wahrheit. Dies ist zwar ein interessanter Aufbau, nimmt jedoch ebenso die Spannung.

Der von den Menschen in der Zukunft verfasste Rahmen, die Kassetten und mehr machen den Roman anders als die meisten anderen Romane. Leider fehlt dadurch viel Spannung, weshalb es Punktabzug gibt – dafür einen Punkt allein dafür, dass der Autor sich traut, so viel Neues allein in einem Buch zu vereinen.      3

 

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