Novellen Schreiben

Vor einigen Tagen habe ich die Rezension zu Stephanie Morrills Novelle ,,Throwing Stones“ geschrieben. Die meisten Novellen, die ich sonst kenne, musste ich wohl oder übel für den Schulunterricht lesen, sodass diese definitiv erfrischend anders war.

Falls du die Rezension kennst, es gibt einige Dinge, die mir nicht gefielen. Manchmal erschien mir die Novelle zu sehr wie eine klassische Aschenputtel-Geschichte, aber als ich sie für diesen Post analysierte, habe ich mich langsam gefragt, ob dies vielleicht nicht unrealistisch sondern erfrischend romantisch ist. Auf ihrer Homepage spricht Morrill an, dass ihr Ehemann auch ihre High School-Freund war und dies sie wirklich geprägt hat, was diese Novelle definitiv zeigt. Daher glaube ich, dass diese Novelle nicht für jeden ist, aber meine Aufmerksamkeit hatte sie auf jeden Fall. Hier habe ich einige Punkte für euch, weshalb Morrills Schreibstil mich überzeugte!

a) Es ist ein Kreis.
Auch wenn eine Novelle dem Autor nicht viele Wörter ermöglicht, kommt hier alles zu einem Ende: Owen lernt, dass er Lance nicht länger fürchten muss, Chris und Abbie werden ein Paar und auch Abbie kann sich von Lance endgültig verabschieden.
In ,,Throwing Stones“ ist es super, dass es keine offene Fragen gibt, gerade weil die Geschichte vergleichsweise kurz ist. Wie sagt man schon so schön: In der Kürze liegt die Würze!

b) Die Schauplätze sind minimalistisch.
Alles dreht sich um Skylers Heirat – andere Schauplätze gibt es kaum. Es gibt nur einen Flashback, der für eine Novelle recht lang ist, aber ansonsten geht es nur um einen Zeitabschnitt von wenigen Tagen, währendderer sich alles um Skylers Hochzeit dreht.
Dies hilft die Geschichte ,,rund“ zu halten, weil kaum Zeit bleibt, um den Leser mit verschiedenen Schauplätzen bekannt zu machen. Auch hält es die Geschichte davon ab, zu kompliziert zu werden.

c) Alles ist verloren – wieder und wieder.
,,Throwing Stones“ ist letztendlich ein Moment, in dem der Leser denkt, jetzt wäre alles verloren, nach dem anderen. Es ist eine der wenigen Liebesgeschichten, die mich zwischenzeitlich wirklich davon überzeugen konnten, dass die Protagonisten kein Paar mehr werden!
Dies zeigt, dass es trotz der Kürze witzig ist, im Hinterkopf zu behalten, dass du eine Geschichte schreibst, die all die Zutaten braucht, die auch eine Geschichte in Romanlänge benötigt: verborgene Hinweise, Cliffhanger, Spannung und die klassischen ,,Alles ist verloren“-Momente.

Übrigens: Novellen werden immer beliebter, seitdem das erste eBook herausgebracht wurde, denn jeder, der einen eBook-Reader hat, weiß, dass hier manchmal auch schön ist, eine kürzere Geschichte als eine in Romanlänge zu lesen. Also: ran an die Novellen!

Was ist deine Lieblingsnovelle?
Was findest du besonders wichtig beim Schreiben von Novellen?

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